Tipps & Tricks

  Wie sieht eine optimale Vorlage für die Weiterverarbeitung in der Druckerei aus, welches Layoutprogramm ist geeignet oder wie steht es mit der Auflösung bei digitalen Fotos?

Designer/innen und Fotografen brauchen hier natürlich nicht weiterlesen. Angesprochen sind diejenigen, die in Unternehmen ohne Fachabteilung für die inhaltliche Übermittlung von Texten und Bildern an die Druckereien zuständig sind oder die in ihren Unternehmen vielleicht Preislisten mit Bildern erstellen müssen.

Bei digitalen Fotos gilt die Grundregel: Wenn ich ein Bild drucken möchte, muss eine Auflösung von 300 dpi bei einer Darstellung im Maßstab 1:1 vorliegen. Mit anderen Worten, wenn man beim Fotografieren höchste Auflösung eingestellt hat und mit einer nicht zu alten Digitalkamera fotografiert, erzielt man ein vielleicht 70 cm breites Bild mit 72 dpi Auflösung. Entweder man schickt es wie es ist an die Druckerei oder wandelt es selbst in einem Bildbearbeitungsprogramm auf die Größe um, in der es später gebraucht wird.

Also: Ein 70 cm breites Bild mit 72 dpi Auflösung entspricht einem Bild mit 35 cm und 144 dpi oder einem 17 cm breiten Bild mit 300 dpi Auflösung.

  Beim „Setzen“ stehen insbesondere Schriftgröße und Schriftfarbe für bessere oder schlechtere Lesbarkeit im Vordergrund.

Eine typografische Regel sagt: Farbe schwarz, Größe nicht unter 9 Punkt, das ist die Maßeinheit für Schriftgrößen (1 Punkt = 0,367 mm) und so wenig verschiedene Fonts, so nennt man die unterschiedlichen Schriftarten, verwenden. Schrift als Fließtext möglichst ohne Serifen, das sind die kleinen Füßchen, welche die Grundlinie betonen.

Ausserhalb des Automatikbereiches „P“ oder „A“ gibt es insbesondere bei digitalen Spiegelreflexkameras die vielfältigsten Möglichkeiten Aufnahmen individuell zu verschönen, verfremden oder andersartig zu beeinflussen. Wie beim letzten Mal dient dieser kleine Ratgeber nicht den Profis, sondern ist für Einsteiger gedacht.

Heute reden wir über Tiefenschärfe, den Schärfebereich zwischen Vorderund Hintergrund eines Motivs. Diesen Schärfebereich kann man mit der Wahl des Objektives und der Blende beeinflussen. Wenn Objektive mit einer langen Brennweite benutzt werden, so ist die Tiefenschärfe geringer als bei kurzen Brennweiten. (kurz: 17-85 mm, lang: 28-70 mm) Die Gestaltung mit Tiefenschärfe ist ein Effekt, der den Bildern eine gewisse Tiefe verleiht. Gerade bei Portraitaufnahmen sollte mit einer langen Brennweite sowie offener Blende fotografiert werden. So erzielt man eine natürliche Darstellung des Objektes. Mit der Verkleinerung der Blende, das heisst das Verkleinern des Objektivdurchmessers, ist das Motiv in einem großen Raum scharf, von vorne bis hinten, von nah bis fern.

Welche Standardformate für den Druck gibt es?

Eine der häufig gestellten Fragen vor einer Produktion, jedenfalls vor einer Publikation mit mehreren Seiten, lautet: „Ich möchte eine Broschüre oder einen Katalog mit ?? Seiten drucken, geht das und was ist, wenn ich 4 Seiten mehr benötige oder kann ich bei 3 Seiten weniger etwas sparen?“
Hier kommt es natürlich erst einmal auf das Format an.

Die Druckformate bzw. die Druckmaschinen sind in der Regel auf DIN-Norm ausgerichtet und daraufhin optimiert. Um beim Drucken Platz für Greiferrand und Beschnitt zu haben, werden den Formaten der DINReihe Rohformate zugeordnet, die ca. 5 % größer sind als die entsprechenden Endformate.

Das gängigste Endformat ist das Format DIN A 4, also 21 x 29,7 cm. Es geht natürlich auch 21 x 21 cm, größer oder kleiner. Denken Sie einfach in 4-Seiten-Schritten und daran, dass die Seiten vor- und rückseitig bedruckt und in der Mitte geheftet sind. Ein gängiges Druckformat und eine optimaler Seitenumfang für eine Druckmaschine sind zum Beispiel 8 Seiten und DIN A 4, also 8, 12, 16, 20, 24 und so weiter.
Beim Format 21 x 21 bekommt man nicht nur 8, sondern 12 Seiten auf einen Druckbogen oder 16 und 24. Auch die Weiterverarbeitung im Sammelhefter ist ausschlaggebend. Der Seitenumfang, der mit einem Maschinendurchlauf bewältigt werden kann ist günstiger, als wenn zusätzlich Sammelgänge benötigt werden. Eine Broschüre mit 48 Seiten Inhalt und 4 Seiten Umschlag entspricht einem Durchlauf.Wann genau ein Durchlauf bei entsprechendem Format erreicht ist, erklären wir Ihnen gerne persönlich und beraten Sie auch, wenn Sie eine individuelle Lösung wünschen. Fragen Sie uns einfach.

Farbe ist ein wesentlicher Faktor, wenn es um Konzeption oder Umsetzung moderner Kommunikationsmittel geht.

Dabei stets zu beachten: Eine dunkle oder helle Farbe beeinflußt ihre benachbarte Farbe so, daß diese heller oder dunkler erscheint. Eine warme oder kalte Farbe beeinflußt ihre benachbarte Farbe so, daß diese kälter oder wärmer erscheint. Eine Farbe fordert grundsätzlich nach ihrer komplementären Gegenfarbe. Im Bereich der Druckfarben gibt es lediglich drei Farben, die sich nicht aus  Mischungsverhältnissen zusammensetzen.

Diese Farben – Cyan, Magenta und Gelb – werden als Primärfarben bezeichnet und dienen als Basis für alle übrigen Farbtöne. Werden zwei Primärfarben zusammengebracht, entstehen Sekundärfarben, zum Beispiel Rot, Blau oder Grün. Schwarz benötigt man bei der Bildwiedergabe um die nötige Tiefe zu erreichen. Im Gebrauch mit Primär und Sekundärfarben bricht Schwarz sozusagen einen reinen Farbton. Es gibt auch Schwachstellen. Mischungen im Türkis- und Orangebereich erreichen im Druck nicht annähernd die Ergebnisse von Orginalpigmenten, also Volltonfarben. In dunkelblauen Bereichen haut der Ton schon durch eine Spur zuviel Magenta ins Lila ab.

Das Spektrum der Papierfarben ist heute so angelegt, daß sich die Materialien hervorragend an das Druckfarbenspektrum anpassen. Es werden melierte, hochfeine Naturpapiere oder Kartone angeboten. Im Trend sind naturweiß, elfenbein, maisgelb, hellgrau, hellgrün, hellblau oder silbergrau. Gerne stellen wir Ihnen die Musterkollektionen unserer Papielieferanten vor.